Aktuelles

Kreis-Wallfahrt 2021

Nach einem Jahr pandemiebedingter Pause konnte der Kolping-Kreisverband Borken wieder die Wallfahrt nach Eggerode durchführen. Dem Kreisvorsitzenden Wolfgang Kemper (Reken) stand die Freude ins Gesicht geschrieben, denn trotz des Wahlsonntags, des herrlichen Wetters, das zu allem anderen einlud als einer Wallfahrt, fanden sich zahlreiche Kolpingsmitglieder aus dem Kreisgebiet in dem Wallfahrtsort ein. Teilweise waren diese mit dem Fahrrad angereist.
Die Kreiswallfahrt gehört zum festen Bestandteil der Kolpingsfamilien. So fanden sich u.a. Kolpingsmitglieder aus Borken, Velen, Reken, Gescher oder aber Stadtlohn ein. Bevor Pater Cyril Stephen aus Reken den Gottesdienst unter freiem Himmel feierte, lud Kemper die Kolpingschwestern und -brüder zum gemeinsamen Gebet des Kreuzweges ein. In seiner Predigt sagte der Geistliche, dass ein gutes Christsein außerhalb der Kirche möglich sei. Er plädierte für Toleranz untereinander. So solle auch im Alltag die Meinung anderer akzeptiert werden. Während der Messfeier segnete Pater Cyril die große Kolping-Wallfahrtskerze. In einer Prozession wurde diese nach dem Gottesdienst zur Wallfahrtskapelle getragen und vor dem Altarbild „Unserer lieben Frau vom Himmelreich“ aufgestellt. Währenddessen wurde von der großen Pilgerschar das Kolping-Grablied gesungen. Jeder hatte Gelegenheit, seine persönlichen Bitten, Dank oder Sorgen in einem stillen Gebet der Gottesmutter vorzutragen.
Der Regionalvorsitzende erinnerte an das unerschütterliche Vertrauen in Gott und seine Mitmenschen des Gründers des weltumspannenden Kolpingwerkes des seligen Adolph Kolping, der seinen erlernten Schusterberuf aufgab, um schließlich Priester und Fürsprecher der Handwerker zu werden. Helfen will der Kolpingregionalverband auch in der heutigen Zeit, doch sind die Aufgaben andere. Kemper bat um eine großzügige Spende für die Flutopfer an der Ahr. So hat die Kolpingsfamilie St. Heinrich Groß-Reken persönliche Kontakte zu Flutopfern in der Gemeinde Dernau. So konnten die Spender sicher sein, dass die Geldspende auch 1:1 bei den Geschädigten ankommt.
Bei Kaffee und Kuchen kamen die Kolpingsmitglieder im benachbarten Hotel sehr schnell ins Gespräch und Gedankenaustausch.

(Text und Fotos: fjs)


Spende an die Flutopfer

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Berthold Böing, Irmgard Breuers, Hilde Ubbenhorst, Elisabeth Schültingkemper, Martha Dietz, Maria Bieber, Berthold Höing, Marlies Buckting, Elisabeth Mauritz, Martha Wissen, Toni Richter, Andrea Ening-Oberwies (nicht im Bild: Irmgard Mesken)

700,- Euro – so lautet das stolze Ergebnis, das die Kolpingfrauen durch den Verkauf von Körnerkissen in den letzten Monaten erwirtschafteten. Der Erlös fließt traditionell sozialen Projekten zu, so auch in diesem Jahr. Den Kolpingfrauen fiel es nicht schwer sich über den Verwendungszweck zu einigen. Die Naturkatastrophe im Ahrtal und die daraus entwickelte Flutopferhilfe sollte bedacht werden. Jetzt trafen sich die fleißigen Damen um die Spende an Bertholt Höing, Andrea Ening-Oberwies und Bertholt Böing zu überreichen. Dabei berichteten die drei über die katastrophale Lage in dem überfluteten Gebiet und versicherten, dass die Geldspende aus der Glockenstadt 1:1 bei den Geschädigten ankomme. Direkt nach der Katastrophe fuhren die gebürtigen Tungerloher ins Ahrtal um zu helfen, wo sie konnten. Mittlerweile haben sie direkten Kontakt zu drei betroffenen Familien in Dernau. „Wir kamen als Fremde und gingen als Freunde“, umschrieben sie den ersten Hilfeeinsatz. Bereits in dieser Woche werden die Helfer aus Tungerloh abermals ins Ahrtal fahren. Im Gepäck werden sie neben den dringend benötigten Baumaterialien auch zwei Bautrockner haben.

Mit dieser Aktion haben die Kolpingfrauen abermals bewiesen, dass mit kleinen Dingen Großes bewirkt werden kann. Um auch weiterhin Körnerkissen zu erstellen, lädt Maria Bieber interessierte Frauen ein, sich an der Herstellung z.B. beim Nähen oder Befüllen zu beteiligen (Tel.: 02542 4279).

(Text und Foto: fjs)


„Neuanfang“ bei Kolping

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Wie in vielen anderen Vereinen kam auch in der Kolpingsfamilie Gescher das Vereinsleben coronabedingt fast vollständig zum Erliegen. Dieses ist der richtige Zeitpunkt einen Neuanfang zu wagen, seien doch viele Strukturen „eingefahren“, sagt Präses Thomas Feldmann. Darüber wurden die Mitglieder in einem ausführlichen Anschreiben informiert. Am Samstag, 6. November 2021 ist eine Generalversammlung geplant. Hier gilt es ein neues Vorstandsteam zu wählen. Um mit allen Mitgliedern möglichst vorher den Austausch bezüglich des zukünftigen Erscheinungsbildes der Kolpingsfamilie Gescher zu suchen, lädt der Vorstand „herzlich – jedoch auch dringend“ zu Vorgesprächen ein. Hier sollen Anregungen für die künftige Vereinsarbeit erörtert werden, sodass diese z.B. in das nächste Programm aufgenommen werden können.

Alle Treffen der Kolpinggruppen haben mittlerweile stattgefunden. Die gesammelten Ideen werden während der Generalversammlung vorgestellt. Feldmann hofft auf eine breite Unterstützung und appelliert an Jugendliche, Frauen und Männer im Kolping, sich auch in der Vorstandsarbeit zu engagieren. „Wir blicken in eine hoffentlich gute Zukunft, wollen dabei liebenswerte Traditionen achten und erhalten, wollen jedoch nicht vergessen, den Schritt auf Neues zu wagen!“, so der Präses.

(Text und Foto: fjs)


„Kolping ist mir heilig“

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In diesem Jahr, am 27. Oktober 2021 wird das 30-jährige Jubiläum der Seligsprechung Adolph Kolpings gefeiert.

Aus diesem Grund wurde von Kolpingschwestern und -brüdern weltweit eine Petition zur Heiligsprechung des Verbandsgründers gestartet. „Jede Unterschrift steht dabei für ein Leben, das Adolph Kolping bereits positiv berührt hat.“

Mitmachen könnt Ihr unter:
Kolping ist mir heilig – Petition zur Heiligsprechung (petition-kolping.com)


Kolping Fahrradtour

Nach mehr als einem Jahr Coronabedingter Zwangspause starte die Kolpingsfamilie jetzt wieder in die Rad-Saison. Zwanzig TeilnehmerInnen trafen sich mit den Fahrrädern an der Pankratiuskirche um gemeinsam auf Tour zu gehen. Bernhard Terwei und Josef Bieber hatten hierzu eine knapp 30 Kilometer zählende Strecke durch Tungerloh, dem Musholter-Feld und Büren ausgesucht. In Mia’s Backhaus konnte man sich bei Kaffee und hausbackenem Kuchen stärken. Den von der Kolpingsfamilie regelmäßig angebotenen Radtouren kann sich jedermann anschließen. Die Termine werden jeweils in der Gescherer Zeitung veröffentlicht.

(Text und Fotos: fjs)


Sammlung alter Handys

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Das Handy, das vor zwei Jahren noch topaktuell war, ist heute schon veraltet. Ein neues muss her, doch von dem alten können sich nur die wenigsten trennen. Es verschwindet meist in irgendeiner Schublade, obwohl es wertvolle Stoffe enthält, die wiederverwertet werden können. Bereits seit drei Jahren sammelt die Kolpingsfamilie Altgeräte, schont somit die Ressourcen und verhindert hiermit die Unterdrückung von Menschen, die gezwungen werden, die enthaltenen wertvollen Erden zu gewinnen.

Insbesondere im Kongo werden Menschen gezwungen, Rohstoffe für unsere Handys und Smartphones aus dem Boden zu holen. „Dabei erleiden sie oft unvorstellbare Gewalt“, weiß Josef Bieber, der sich für die Handy-Sammlung in der Glockenstadt engagiert. „Die Zahl der Althandys in deutschen Haushalten ist in den vergangenen Jahren massiv gewachsen“, weiß der Elektrofachmann, doch sei es wichtig, die nicht mehr benötigten, aber dennoch oftmals funktionierenden Geräte wiederzuverwerten oder fachgerecht verwerten zu lassen. Denn Metalle wie Eisen, Kupfer, Aluminium, Nickel, Tantal oder das seltene Coltan stehen nicht endlich zur Verfügung. „Allein für die Gewinnung von einem Gramm Gold müssen in den Goldminen eine Tonne Golderz geschürft und verarbeitet werden. Mit der Rückführung bzw. dem Recycling lassen sich die Rohstoffe sparen, sagt Bieber. Darüber hinaus ist der Abbau verschiedener Rohstoffe oft mit schlimmen Menschenrechtsverletzungen verbunden. So werden Frauen und oftmals Kinder misshandelt, vergewaltigt und ausgebeutet. Dabei werden Erlöse aus dem Rohstoffhandel für den Kauf von Kriegswaffen verwendet.

Das Kolpingwerk sieht es als Aufgabe an, diese Missstände zu unterbinden und so sammelt es mit großem Engagement ausgediente Handys. „Mehr als 60.000 Handys wurden in der Zeit gespendet“, sagt Bieber, der selbst als Entwicklungshelfer den afrikanischen Kontinent kennenlernte. Allein hier in der Glockenstadt wurden 1.037 Althandys bisher gesammelt. Mit dem Anteil am Erlös aus der Sammlung unterstützt Kolping die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen und moderner Sklaverei.

Die gespendeten Handys werden von Kolping an die Kölner Firma Mobile Box weitergeleitet. Hier werden diese auf Funktionalität geprüft, sämtliche Daten verlässlich gelöscht und dem Wiederverkauf zugeführt. Defekte Handys werden recycelt und die wertvollen Stoffe wiederverwertet.

J. Bieber wünscht sich, dass die Gescheraner Mitbürger die nicht mehr benötigten Handys (möglichst mit Ladeteil) der Kolpingsfamilie überlassen. Angenommen werden diese im Pfarrbüro, dem Kaufhaus N° 10, bei allen Kolpingsmitgliedern und natürlich bei Josef Bieber. „Bringt bitte die nicht mehr benötigten Handys zu den Sammelstellen. Es bedeutet, dass dadurch vielen Menschen im Kongo eine neue Perspektive gegeben wird!“, appelliert er.

(Text und Foto: fjs)


Kolping-Fenster in der St. Pankratius-Kirche090701-St-PankrKlp-07

Das Kolpingfenster in der St. Pankratius-Kirche wurde anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie Gescher gestiftet. Es zeigt Handwerker, die über den seligen Adolph Kolping zu Christus gelangen. Fast 100 Jahre später will die Kolpingsfamilie nach der Corona-Pandemie einen Neuanfang mit neuen Ideen und Angeboten wagen. Hier hofft man auf die Mithilfe der Kolpingschwestern und -brüder.

(Text und Foto: fjs)


Altkleidersammlung 2021

„Wir haben wohl das beste Ergebnis seit Beginn der Altkleidersammlungen eingefahren!“, freut sich Vorstandsmitglied der Kolpingsfamilie Gescher, Willi Hintemann. Dem Aufruf, Altkleider der Kolpingsfamilie zur Verfügung zu stellen, folgten unzählige Gescheraner. Gleichzeitig wurden auch ausgediente Handys gesammelt.

Bereits zu Beginn der Aktion um 9 Uhr standen einige Gescheraner parat, um ihre Altkleiderspende abzugeben. „Damit haben wir absolut nicht gerechnet“, sagt Jonas Koller, bei dem die Fäden dieser Sammlung zusammenliefen. Hatte man in den Vorjahren auf mehrere Sammelstellen gebaut, so bewährte sich sich dieser einzige Sammelpunkt. Die Kartons und Säcke konnten direkt in den aufgestellten Container verladen werden. Im Minutentakt fuhren Autos auf dem Huesker-Parkplatz vor. Den Corona-Hygiene-Bedingungen zufolge hatte man eine Einbahn-Regelung vorgenommen, „die von den Spendern größtenteils respektiert wurde“, so Bernd Windeck von der Kolpingjugend. Die Autos fuhren vor – der Kofferraum wurde geöffnet und die Helfer konnten kontaktlos die Spenden entnehmen. „Das hat wunderbar geklappt“, sagt Koller und stellt sich eine solche Regelung auch für die Zukunft vor.

Bereits nach zwei Sammelstunden war abzusehen, dass das Fassungsvermögen des großen Containers nicht ausreichen würde. „Kurzerhand wurde Kontakt mit benachbarten Kolpingsfamilien aufgenommen“, berichtet Eric Pelz. In Legden zeigten sich freie Kapazitäten, sodass der dort stationierte LKW in die Glockenstadt beordert wurde. Rückblickend auf die letzten Sammlungen rechnet Willi Hintemann mit dem besten Ergebnis. „Wir werden wohl an die zehn-Tonnen-Marke kratzen“, sagt er. Dabei steht ihm die Freude über dieses Ergebnis ins Gesicht geschrieben – auch wenn dies wegen der Masken-Pflicht nicht direkt zu sehen ist. Doch nicht nur Altkleiderspenden kamen zutage: ein Gescheraner hatte nicht nur Textilien im Kofferraum sondern sorgte auch noch für Getränke für die Helfer. Dank spricht Jonas Koller der Tischlerei Elskemper aus, die ihren Transporter nebst Anhänger zur Verfügung stellte, um die im Jahr angefallenen Kleiderspenden vom Zwischenlager zum Container fahren zu können.

Freude auch bei Josef Bieber, der sich seit zwei Jahren um die Sammlung ausgedienter Handys bemüht. Der Elektrofachmann weiß um die darin verbauten seltenen Metalle aber auch darum, dass das eine oder andere Handy nicht mehr im Trend ist und nutzlos herumliegt. „Ungenutzte Ressourcen“, moniert er. Gleich Einkaufstütenweise wurden am 20. März 2021 Handys, IPhones und Tablets abgegeben. „Rund 120 Geräte wurden dem Kolping zur Verfügung gestellt“, ist er sichtlich begeistert. Diese werden in einem Spezialwerk auf Brauchbarkeit überprüft und gegebenenfalls wieder in den Handel gebracht. Dabei werden sämtliche Daten grundsätzlich gelöscht. Defekte Geräte werden demontiert und die verwertbaren Teile/Metalle gesammelt. „Seit Beginn der Sammlung vor zwei Jahren habe ich allein hier in Gescher mehr als 1.000 (!) Geräte sammeln können!“, ist Bieber stolz auf die Mitbürger. Auch weiterhin können ausgediente Handys etc. bei ihm oder im Pfarrbüro abgegeben werden.

Da die Altkleidersammlung des Kolpings nur einmal im Jahr stattfindet, Altkleider aber über das ganze Jahr anfallen, suchen die Verantwortlichen der Kolpingsfamilie eine Halle, in der die Spenden zwischengelagert werden können. „Leider steht uns ab sofort die genutzte Halle nicht mehr zur Verfügung“, so Hintemann. Er bittet um Kontaktaufnahme, sollte jemand ein Angebot machen.

(Text und Fotos: fjs)