Aktuelles

Sternlauf für die Kinderkrebshilfe 2026

Selten ist die City der Glockenstadt so belebt, wie sie Ende August 2026 war. Rund fünfzig Läuferinnen und Läufer beteiligten sich am Münsterland-Sternlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe und bevölkerten dabei die Innenstadt. Zum 15. Mal lud der Verein „Läuferherz e.V.“ zu diesem Sponsoren-Lauf ein. Ziel des von Jürgen Jendreizig gegründeten Vereins ist es nach wie vor, die Kinder-Onkologie am Universitäts-Klinikum Münster (UKM) zu unterstützen. In Stadtlohn starteten die Läufer mit dem Ziel Münster. Mit dabei als ältester Läufer, der 77-jährige Theo Mezger. „So lange es noch eben geht, werde ich den Lauf unterstützen“, verspricht er. Sein Ziel hat er klar vor Augen: Trotz des Alters will er Münster erreichen. An der Pankratius-Kirche wird der Tross bereits von Mitgliedern der Kolpingjugend erwartet. Von Beginn an unterstützt die örtliche Kolpingsfamilie den Sternlauf, der gleichzeitig in fünf Städten des Münsterlandes an den Start gegangen ist. Mit Getränken, Obst und Energieriegeln versorgen sie die Läufer. Diese waren von EDEKA-Rolf Eismann sowie einem Kolpingmitglied gesponsert worden, verrät Eric Pelz. Gerne wurden die angebotenen Erfrischungen von den Läufern angenommen. Bürgermeisterin Anne Kortüm ließ es sich nicht nehmen, die Läuferschar in der Glockengießerstadt zu begrüßen. Dabei lobte sie das Engagement der Läuferinnen und Läufer. „Interesse an die Kinderkrebshilfe zeigen sei das eine, aktiv jedoch etwas dafür tun, das andere“, so die Bürgermeisterin. Während der nur kurzen Pause, hierfür waren nur zehn Minuten eingeplant, so Stefan Tenbrink, einer der Organisatoren, zog die Gruppe zahlreiche Blicke auf sich. Günter Lammers ließ dabei die Spendendose kreisen, sodass sich diese weiter füllte. „Tu men ordentlich watt drin, dann brauchst an deinem Portemonnaie nicht so schwer tragen“, meinte er. Derweil bereiteten sich weitere Läufer aus Gescher auf den Start vor. Mit dabei Volker Sibbing und Heinz Stockbrink, die sich zum 8. Mal an dem Lauf beteiligen. Nach dieser kurzen Rast in Geschers guter Stube, läutete Andreas Hintemann mit der Glocke: Zeit zum Aufbruch. Unter dem Applaus der staunenden Zuschauer ging es dem nächsten Etappenziel entgegen. Auch an der St. Antonius-Kapelle, dem nächsten Zwischenstopp wurden die Akteure von den Kolpingern erwartet, bevor es über Coesfeld weiter nach Münster ging. Begleitet werden dabei die Läufer mit Marc Woltering und Moustapha Abou-Alfe vom DRK-Stadtlohn. „Ich bin immer wieder überrascht wie engagiert sich die Läufer an diesem Sternlauf beteiligen“, sagt Koordinator des Laufes Richard Gevers. Hatte sich in der Vergangenheit die Teilnehmerzahl bei rund vierzig eingependelt, so konnte er jetzt mehr als fünfzig zählen. Das Wetter spiele in diesem Jahr dem Sternlauf in die Hände oder besser gesagt in die Beine, so Gevers. Es sei ideales Laufwetter, denn die Temperaturen der letzten Wochen hätte man nicht gebrauchen können. Das Spendenergebnis von „Läuferherz e.V.“ kann sich dabei sehen lassen. Beim diesjährigen Lauf konnte „Läuferherz“ mehr als 31.000,- Euro an Spenden verbuchen, davon allein auf der Route WEST über 13.000,- Euro. Damit ist die 300.000,- Euro-Marke geknackt, freuen sich die Initiatoren.
Wer jetzt noch spenden möchte, kann das wie folgt:
Spendenkonto: Läuferherz e.V. | IBAN: DE97 4005 0150 0135 8520 51 | BIC: WELADED1MST (Sparkasse Münsterland Ost)


Generalversammlung 2026

Rückblick und Ausschau auf das Kommende hielt die Kolpingsfamilie bei ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung Anfang Juli. Hierzu kamen rund fünfzig Mitglieder zusammen. In einem Gottesdienst in der Pfarrkirche gedachte man der verstorbenen Kolpingbrüder und -schwestern. Anschließend trafen sich die Kolpingsmitglieder im Haus der Begegnung. Manni Blesenkemper verwies in seinem Jahresrückblick auf die verschiedensten Aktivitäten wie z.B. dem Kolpingkarneval, dem regelmäßigen Frauenfrühstück oder des Seniorentreffens, die von den Mitgliedern gut besucht werden. So verwies er auch auf die alljährliche Tagesfahrt, die in diesem Jahr nach Xanten und Marienbaum führte. Diese Fahrten werden immer wieder gern von den Mitgliedern angenommen. Wie auch anderorts mangelt es am Nachwuchs. So denkt die Vorstandsrunde darüber nach, sich mit weiteren Kolpingsfamilien zu vernetzen, um gemeinsame Veranstaltungen anzubieten. Positiv bewertete Eric Pelz das Angebot für Kinder; so musste man beim Kinderkino sogar Kinder wegschicken, weil der Saal im Haus der Begegnung nicht genügend Platz bot. „Das war sehr schade, aber wir können und dürfen nicht mehr als 100 Personen einlassen!“, so Pelz. Einen ausgewogenen Kassenbericht lieferte Dieter Horstick. „Wir sind gut aufgestellt“, sagte er. Gleichzeitig bat er um Vorschläge zu Veranstaltungen, die der Kolping durchführen könnte. Die Kassenprüfer attestierten eine einwandfreie Kassenführung, sodass Entlastung erteilt werden konnte. Die Vorstandsrunde versprach, „im Rahmen unserer Mandatierung so weiterzumachen, wie bisher.“ „Wir sind für alles offen und freuen uns über alles neue“, hieß es weiter. Im weiteren Verlauf verwies Blesenkemper auf die kommenden Veranstaltungen. So findet am Mittwoch, 29. Juli 2026, der diesjährige Fietzendag im holländischen Neede statt (Anmeldungen bei M. Blesenkemper, Tel. 02542 4411). Der Münsterland-Sternlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe wird am Samstag, 22. August 2026, durch die Kolpingsfamilie unterstützt. Für Donnerstag, den 3. Dezember 2026, ist die Adventsfeier und am Samstag, 9. Januar 2027, der Kolpingkarneval geplant. Gedanken zum Engagement in der Kolpingsfamilie äußerte Pastoralreferentin Lisa Rudde. „Das Engagement, das ihr für die Kolpingsfamilie einbringt, kann glücklich machen“, sagte sie. Hiermit will sie ermuntern, sich für das weltumspannende Kolpingwerk einzusetzen. Nach einem Mittagsimbiss verblieb genügend Zeit, um sich gegenseitig auszutauschen. Dabei entstanden interessante Gespräche.


Spendenübergaben dank Körnerkissen-Aktion

„Tue Gutes und rede darüber!“ heißt es. Gutes tun die Kolpingfrauen seit mehr als 30 Jahren. Mit ihrer Körnerkissen-Aktion konnten sie in diesen Jahren zahlreiche soziale Projekte unterstützen. Mit vier Spendenübergaben endete die Körnerkissensaison 2025/2026 der Kolpingfrauen. In diesen Tagen konnten sie die ansehnliche Summe von 3.000,- Euro ausschütten. Mit jeweils 850,- Euro wurden das St. Elisabeth Hospiz in Stadtlohn, das Anna-Katharina-
Hospiz in Dülmen das tiergestützte Kinderhospiz „Gut Feismann“ in Darup sowie der Krankenhaus-Clown Uli Balloni am Coesfelder St. Christopherus-Krankenhaus bedacht. Was im Kleinen vor mehr als 30 Jahren begann, entwickelte sich als Dauerbrenner. „Im kleinen Stil und mit wenigen Frauen begannen wir Körnerkissen zu nähen, erinnert sich Maria Bieber, die von Anfang an dabei war. Mit dem Erlös sollten von Beginn an soziale Projekte gefördert werden. Bis dahin waren die kleinen, aber effektiven Wärmespender noch weitgehend unbekannt. Die therapeutische Wirkung sprach sich jedoch nicht nur in der Glockenstadt herum. Die Körnerkissen wurden zu einem Selbstläufer. Privat – und vor allem auf dem Weihnachtsmarkt wurden die Körnerkissen in den verschiedensten Formen, Größen und Designs angeboten. Auf Wunsch werden auch Sondergrößen angefertigt. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen von Kaufhaus N°10 und vor allem BiBo-natur, die den Verkauf unentgeltlich übernehmen. Doch weitere unentbehrliche Helfer tragen zum Gelingen der Aktion bei. „Wir freuen uns immer wieder auf Körner- oder Stoffspenden“ sagt Veronika Schmidt „und auf die fleißigen Näherinnen können wir auch nicht verzichten“, ergänzt Irmgard Schulenkorf. Der Erfolg dieser Aktionen zeigt sich jedes Jahr. So konnten in der Vergangenheit etliche Projekte gefördert werden. Das Alter machte sich bei den Kolpingfrauen bemerkbar, das Nähen fiel immer schwerer doch an ein Aufgeben ist nicht zu denken, so die Rentnerin M. Bieber. Sie fand in Irmg. Schulenkorf eine Nachfolgerin der Mitorganisation. Gemeinsam fand man jüngere Frauen, die die Näharbeiten unterstützen. Einen würdevollen letzten Lebensabschnitt ermöglichen die Hospize. „Auch wenn die Kranken- und Pflegekassen 95 Prozent der Kosten übernehmen, sind wir alljährlich auf rund 200.000,- Euro an Spenden angewiesen“, so Rabea Brake vom Anna-Katharina-Hospiz, sowie
Rieke Liesmann vom Stadtlohner Hospiz. „Durch den Hospizaufenthalt sollen für unsere Gäste, Angehörige und Nahestehende keine Kosten entstehen. Deshalb müssen wir als Hospiz einen Teil unserer Betriebskosten über Spenden finanzieren“, so die beiden Hospizleiterinnen. Besonders stolz sind die beiden dass sie ihre Gäste individuell im letzten Lebensabschnitt begleiten dürfen. Über ebenfalls 850,- Euro freut sich Caro Feismann vom gleichnamigen tiergestützten Kinderhospiz in Darup. Hier finden Familien mit schwerstkranken Kindern, denen nur eine kurze Lebenszeit bleibt, eine kleine Auszeit. „Ebenfalls nehmen wir kurzfristig Eltern mit sogenannten „Sternenkindern“ auf, die sich hier in Ruhe und Würde von ihrem verstorbenen Kind verabschieden können. 450,- Euro fließen in die Arbeit des Clowns der Christophorus Kliniken. Clown Ballooni besucht regelmäßig kranke Kinder auf den Stationen der Kinderklinik und sorgt dort für Spaß und Abwechslung. „Humor hilft Heilen“, weiß Chefarzt Dr. Jürgen. Bereits jetzt rattern die Nähmaschinen der Kolpingfrauen wieder, denn „der nächste Winter kommt bestimmt“ und dann werden unsere Körnerkissen hoffentlich wieder gefragt sein, so die Kolpingfrauen. Ständig vorrätig sind die Körnerkissen bei BiBo-natur sowie den beteiligten Kolpingfrauen.


Besuch in Xanten

Xanten war das Ziel einer Tagesfahrt der örtlichen Kolpingsfamilie. Hierzu trafen sich 45 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, um einen Tag am Niederrhein zu verbringen. Der Termin war wettertechnisch nicht unbedingt gut gewählt. Die Eisheiligen machten temperaturmäßig ihrem Namen Ehre. Und so startete man bei einem kalten Wind in den Tag. In Xanten angekommen, wurden die Gescheraner bereits von drei Domführerinnen erwartet. Kurzweilig wussten diese vieles über den St. Viktor-Dom, dessen Anfänge aus dem Jahr 1263 stammen, zu berichten. Stolz ist man, dass der im Krieg völlig zerstörte Prachtbau in seiner alten Schönheit wiederaufgebaut werden konnte. Mit Feingefühl wurden die Besucher auf kleine aber wesentliche Details, sei es im Bau, in den Gemälden oder auch Schnitzarbeiten hin, die bei einem normalen Rundgang übersehen werden, hingewiesen. Nach einem Mittagessen, einem guten Kaffee und einem Stück Torte ging es weiter in den Wallfahrtsort Marienbaum. Der kleine Ort, nur wenige Kilometer von Xanten entfernt ist der zweitälteste Marien-Wallfahrtsort am Niederrhein, wie die Teilnehmer erfuhren. Der Küster hatte eigens für die Kolpinggruppe die Kirchentür geöffnet. Dem Marienmonat entsprechend wurde eine kleine Maiandacht unter dem Thema Frieden, Adolph Kolping und der Gottesmutter gefeiert. Es blieb genügend Zeit, um der verehrten „Maria, Zuflucht der Sünder“ persönliche Gedanken, Bitten oder Dank vorzutragen oder eine Kerze anzuzünden. Anfang der 1980er Jahre erhielt die Wallfahrtskirche ein Geläut mit sieben Glocken, das in der hiesigen Glockengießerei unter dem damaligen Glockengießer Hans Huesker gefertigt wurde. Stifter war die am Niederrhein beheimatete Familie Underberg. „Wir haben einen sehr schönen Tag verbringen dürfen“, hieß es abschließend. Und so traf man wohlbehalten am frühen Abend wieder in der Heimat ein.